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Open Source in der Feuerwehr: Was AGPLv3 für eure Wehr bedeutet

Erklärt in einfachen Worten, was Open Source konkret bedeutet – und worauf ihr bei der Entscheidung für FF Admin achten solltet.

„Open Source" klingt für viele Vorstände erstmal nach einem technischen Detail, das nur Entwickler betrifft. Für eine Wehr oder einen Verein, die FF Admin einsetzen wollen, hat die Lizenz aber ganz praktische Konsequenzen.

Was AGPLv3 konkret bedeutet:

  1. Die Software darf von jeder Feuerwehr und jedem Verein dauerhaft kostenlos genutzt werden – es gibt keine Lizenzgebühren, unabhängig davon, wie viele Mitglieder ihr verwaltet.
  2. Der Quellcode ist öffentlich einsehbar. Wer möchte, kann selbst nachvollziehen, wie die Software arbeitet, oder sie an eigene Anforderungen anpassen.
  3. Wird die Software verändert oder erweitert und diese Version öffentlich – auch über eine Weboberfläche – zur Verfügung gestellt, muss diese Änderung wieder unter derselben Lizenz offen zugänglich sein. Das unterscheidet die AGPLv3 von vielen anderen Open-Source-Lizenzen: Sie schließt auch die reine Nutzung über das Netz mit ein, nicht nur die Weitergabe des Codes.
  4. Eigenständige Anwendungen, die nur über die API mit FF Admin kommunizieren, sind davon nicht betroffen – nur direkte Änderungen und abgeleitete Werke der Software selbst.

Was das für eure Entscheidung bedeutet: Ihr bindet euch nicht an einen einzelnen Anbieter. Sollte sich an eurem Hosting, eurem Ansprechpartner oder sogar am Projekt selbst etwas ändern, bleibt der Quellcode verfügbar – die Software lässt sich unabhängig davon weiter betreiben. Das ist ein Unterschied zu geschlossener Software, bei der ihr im Zweifel ohne funktionierendes System dasteht, wenn ein Anbieter den Betrieb einstellt.

Was „kostenlos" nicht bedeutet: Die Software selbst kostet nichts, Hosting und Support sind aber freiwillig buchbare Dienstleistungen – vergleichbar mit dem Unterschied zwischen einem kostenlosen Werkzeug und der Werkstatt, die es für euch betreibt. Ihr könnt beides trennen, kombinieren oder ganz auf Eigenbetrieb setzen.